Lern- und Erinnerungsort Weilmünster
NS-Euthanasie erinnern – Verantwortung übernehmen
Ein Ort gegen das Vergessen
Die frühere Landesheilanstalt Weilmünster war ein zentraler Tatort der nationalsozialistischen Krankenmorde in Hessen. Zwischen 1939 und 1945 wurden hier mehrere tausend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen entrechtet, verlegt, vernachlässigt – und getötet. Viele von ihnen starben in Weilmünster selbst, andere wurden in die Tötungsanstalt Hadamar deportiert.
Der Lern- und Erinnerungsort am historischen Gelände der ehemaligen Heilanstalt macht diese Geschichte sichtbar und erfahrbar. In einer Dauerausstellung sowie durch pädagogisch begleitete Rundgänge und Workshops setzen wir uns mit den Verbrechen auseinander, die hier verübt wurden – und mit der Frage, was sie für unser heutiges Verständnis von Menschenwürde, Teilhabe und Verantwortung bedeuten.
Unser Anliegen ist es, den Opfern ihre Namen und Gesichter zurückzugeben, ihre Geschichten zu erzählen und das geplante Vergessen der Täter zu durchkreuzen.
Acht thematische Stationen beleuchten die Geschichte der NS-„Euthanasie" und ihre Nachwirkungen bis in die Gegenwart.
Führungen, Workshops und Projekttage für Schulklassen, Jugendgruppen und Erwachsene am historischen Ort.
Informationen zur Anreise, Öffnungszeiten und Hinweise für Ihren Besuch am Erinnerungsort.